der bayerische waldbrief_2022-2
Sobald die letzten Schneereste weggetaut sind und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf den Boden treffen, herrscht Aufbruchstimmung im Wald. Die ersten Pflanzen stecken neugierig ihre Köpfe aus dem Boden, an den Bäumen sprießen die Knospen und immer mehr Vogelstimmen begrüßen die täglich früher aufgehende Sonne. Milde Regennächte geben den Startschuss für die alljährliche Krötenwanderung.
Dass unsere Wälder gerade im Frühjahr so lebendig und artenreich sind, liegt außer an „Mutter Natur“ auch daran, dass knapp 70 Prozent der Waldfläche nachhaltig nach den strengen Standards der Waldschutzorganisation PEFC bewirtschaftet werden. PEFC formuliert Regeln für den schonenden Umgang des Menschen mit dem Wald und achtet darauf, dass ein bewirtschafteter Wald wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere bleibt.
Zum Tag des Waldes weist PEFC auf einige Naturphänomene hin, die es jetzt im Wald zu entdecken gibt und die den Frühling einläuten:

Quelle: PEFC Deutschland
Im Anhang haben wir für Sie die aktuelle Ausgabe der Kurzinformation der bayerische waldbrief-extra zum Thema “Wald und Jagd”.
Eine nachhaltige Umweltvorsorge muss sich auf verlässliche Grundlagen stützen können, um Risiken erkennen und bewerten zu können. Ganz besonders gilt dies im Bereich der Forstwirtschaft mit ihren langen Produktionszeiträumen. Bayern betreibt daher ein umfassendes und langfristig orientiertes forstliches Waldmonitoring. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung können Sie sich kostenlos über den beigefügten Link als pdf Datei herunterladen.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Reisbacher Laubholzsubmission – ein toller Erfolg!
Der teuerste Stamm brachte über 22.000 Euro für den Besitzer – Insgesamt wurden Laubhölzer im Wert von rund 275.000 € verkauft
Reisbach/Neumühle: Zum 26. Mal fand ein Laubholz-Meistgebotsverkauf in Reisbach statt. Wie auch schon im vergangenen Jahr als Submission mit schriftlicher Gebotsabgabe. Die teilnehmenden Waldbauernvereinigungen Reisbach, Bad Kötzting, Deggendorf, Eggenfelden/Arnstorf, Gangkofen, Landau, Pfarrkirchen/Simbach, Regensburg-Nord, Vilshofen-Griesbach, Landshut und die Forstbetriebsgemeinschaften Aitrach-Isar-Vils mit der Unterstützung der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten freuen sich jedes Jahr wieder eine attraktive Verkaufsplattform für Ihre Waldbesitzer anbieten zu können. Nach der Auswertung der Gebote ist man mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden.
Submissionsliste 2022 – Ergebnisse
Foto: WBV Reisbach: Die „Braut“ – der teuerste Stamm.
Zum Verkauf kamen insgesamt 567 Stämme mit einem Volumen von knapp 640 Festmeter (fm). Das waren rund 300 Festmeter mehr als im Vorjahr. Die Stämme waren von guter Qualität. Vor allem ein paar „fette“ Eichenstämme mit teilweise über 7 Fm pro Stamm wurden angeboten. Zur Überraschung aller Beteiligten wurde aber nicht einer dieser großen Stämme die „Braut“ (der teuerste Stamm) der Submission – sondern ein Bergahorn. Dieser wurde zum bemerkenswerten Festmeterpreis von 12.990 Euro verkauft. Er bringt somit rund 22.000 Euro für den Besitzer ein. Der Durchschnittspreis liegt bei beachtlichen 420 € pro Festmeter. Das liegt knapp 120 Euro/fm über dem Durchschnittspreis vom Vorjahr und über 170 Euro/fm über dem Durchschnittspreis aus dem Jahr 2020.
Die Holzmenge verteilte sich auf 16 verschiedene Holzarten. Die Eiche war die häufigste Baumart. Es wurden 492 fm zum Durchschnittspreis von 425€/fm verkauft (2021: 328€/fm). Des Weiteren konnten folgende Durchschnittspreise erzielt werden: Roteiche 226€/fm, Feldahorn 317€/fm, Spitzahorn 245€/fm, Bergahorn 1.117€/fm, Ulme 679 €/fm, Kirsche 241€/fm, Nuss 554 €/fm, Robinie 246 €/fm, Buche 181 €/fm, Hainbuche 101 €/fm, Birke 178 €/fm , Esche 214 €/fm, Erle 143 €/fm, Linde 161€/fm, Apfel 328 €/fm.
Laubholz ist also deutlich mehr als Brennholz und wer schöne Laubhölzer einfach zusammenscheitelt verbrennt bares Geld!
Frühjahrsbestellung ist abgeschlossen.
Auslieferung erfolgt voraussichtlich in KW 12.
Forstbedarf kann, unter Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften, bei Obmann Michael Sextl, Taubenweg 5, 94419 Obermünchsdorf, Tel. 08734/539, abgeholt werden. Bitte vor Abholung vormittags telefonisch bei Herrn Sextl anmelden.
Auch dieses Jahr findet wieder eine Laubholzsubmission in Reisbach statt. Ebenso wie letztes Jahr ist eine Vor-Ort-Veranstaltung der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Deshalb wird auch heuer wieder der Laubholzmeistgebotstermin als Submission mit schriftlicher Gebotsabgabe durchgeführt.

BU: Das Team beim Erfassen der Stämme.
Wir freuen uns Ihnen, trotz der erschwerten Bedingungen, folgendes großes Angebot machen zu können:
Insgesamt liegen 637,45 Fm verteilt auf 567 Stämme auf unserm Lagerplatz bei Neumühle zum Verkauf bereit. Das Angebot umfasst 16 verschiedene Holzarten. Die Holzmenge verteilt sich folgendermaßen:
Submissionsliste 2022 – Stand 17.01.2022
Diese Stämme sind mit den Nummern 1 bis 567 (orange Plättchen) nummeriert und können schriftlich, ausschließlich auf den von uns zur Verfügung gestellten Listen, beboten werden. Gebote unter 80 Euro netto pro Festmeter werden nicht akzeptiert.
Stämme die auf Plattformen gelagert sind können ggf. auch geliefert werden.
Fotos folgen noch…
Die veranstaltenden Waldbauernvereinigungen im Namen Ihrer Waldbesitzer würden sich freuen, bis Mittwoch, 9. Februar 2022, 16.00 Uhr, ein Gebot von Ihnen zu erhalten.
Alle geplanten Vor-Ort-Termine müssen leider aufgrund der gültigen Corona-Regeln entfallen.
Für die Erhaltung der bestehenden Wälder bzw. Schaffung neuer Waldbestände, die zukünftig besser an die sich verändernden klimatischen Gegebenheiten angepasst sind, ist die aktive Waldbewirtschaftung unverzichtbar. Eine geregelte Forstwirtschaft bietet vielen Menschen Arbeit und Einkommen und ermöglicht es die Gewinnung des nachhaltigen Rohstoffes Holz mit dem Erhalt des Waldes als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und den vielfältigen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald, wie Luft- und Wasserreinhaltung, CO2 Speicherung oder Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion, zu vereinbaren. Um einen Einblick in das Holznutzungsverhalten im Privatwald zu erhalten, laden wir alle interessierten Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen zur Teilnahme an einer anonymen Onlinebefragung ein.
Den Link zur Umfrage finden Sie vom 01.01.2022 bis zum 28.02.2022 auf der Homepage der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft unter www.lwf.bayern.de
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Die Bürozeiten der WBV Geschäftsstelle werden ab Januar 2022 erweitert.
Die Geschäftsstelle ist immer am Dienstag von 9 Uhr bis 12 Uhr, am Mittwoch von 8 Uhr bis 10 Uhr und am Donnerstag ebenfalls von 8 Uhr bis 10 Uhr geöffnet. Die Sprechstunde am Mittwoch Nachmittag entfällt.