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Waldbegang: Den Wald nachhaltig bewirtschaften oder sich selbst überlassen – was ist besser für das Klima?

Den Wald nachhaltig bewirtschaften oder sich selbst überlassen – was ist besser für das Klima?   

Wir merken alle, dass Wetterextreme wie Hitze, Dürre, Starkregen oder extreme Schneefälle immer mehr zunehmen. Also muss dringend etwas gegen den Klimawandel unternommen werden! Aber was? Wälder speichern CO² – das ist hinreichend bekannt. Aber welcher Wald tut das besser? Der bewirtschaftete Wald oder einer, der wie Urwald sich selber überlassen ist. Dieser Frage ist Professor Dr. Hubert Röder von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit seinem Team, nachgegangen. Seine Erkenntnisse möchte er uns bei einer Führung durch den Wald vorstellen. Prof. Röder leitet am Standort Straubing das Fachgebiet für Betriebswirtschaft Nachwachsender Rohstoffe. Aktuell hat er eine Kurzstudie zur Klima-schutzleistung der Forst und Holzwirtschaft in Deutschland und Europa erstellt.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 13. Juni 2024, um 18.00 Uhr an der Holzerkapelle in der Gemeinde Gottfrieding zwischen Hackerskofen und Frichlkofen.

Einladung zur 70. Mitgliederversammlung am 15.5.2024

Wir dürfen Sie noch einmal recht herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 15.5.2024, im Gasthaus Schlappinger Hof in Reisbach einladen. In diesem Rahmen feiern wir unser 70-jähriges Jubiläum und freuen uns über rege Teilnahme. Als Hauptrednerin konnten wir die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Frau Michaela Kaniber, gewinnen.  Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Festrede von Frau Staatsministerin Michaela Kaniber, MdL
  3. Tätigkeitsbericht
  4. Geschäftsbericht 2023 und Bericht zur aktuellen Holzmarktlage
  5. Vorstellung des Jahresergebnisses 2023
  6. Jahresprüfbericht
  7. Entlastung der Vorstandschaft und der Geschäftsführung
  8. Grußworte
  9. Wünsche, Anträge und Sonstiges

 

Einlass ab 17.30 Uhr. Essensausgabe bis 18.45 Uhr.
Pünktlich um 19 Uhr beginnt der offizielle Teil!

Sammellagerplätze geöffnet!

Ab sofort sind die Sammellagerplätze in Reith, Frontenhausen, Gablkofen, Englmannsberg geöffnet.

Das Holz muss eindeutig mit Vor- und Nachnamen und Telefonnummer markiert werden. Vor Anlieferung auf den Sammler ist das Holz im WBV-Büro anzumelden. Die Beteiligtenerklärung (Download unter www.wbv-reisbach.de) ausfüllen und uns zukommen lassen. Die Förderung wird nur beantragt, wenn die Beteiligtenerklärung vorliegt!

Petition gegen sinnlosen Bürokratismus und die Totalüberwachung unserer Wälder durch die EU!

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Waldbesitzer,

 

die Europäische Union hat mit der Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR) einen weiteren Schritt in die Totalüberwachung unserer Wälder gestartet und ein Bürokratiemonster in einem nie gekannten Ausmaß initiiert: Ab 2025 müssen Waldbesitzer jeden Stecken Holz – egal ob Brennholz, Abschnitt oder Stammholz, der verkauft wird, mit einer Geolokalisation nach Brüssel melden!

 

Eigentlich sollte die Waldzerstörung und willkürliche Rodung für die landwirtschaftliche Erzeugung in anderen Regionen bekämpft werden. Auch wir sind für den Erhalt der Wälder weltweit. Aber statt sich sinnvoll gegen die weltweite Waldzerstörung einzusetzen, wurde eine Verordnung verabschiedet, die eine reine Gängelung unserer nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft ist. Sie ist ein weiterer Schritt gegen den notwendigen Waldumbau und den Aufbau und Erhalt klimastabiler Wälder hier bei uns! Sie ist ein weiterer Schritt gegen unseren nachwachsenden Rohstoff Holz!

 

Wir fordern eine europäische Politik, die Waldbesitzern bei der aktiven und nachhaltigen Bewirtschaftung und Pflege ihrer Wälder unter die Arme greift. Eine Politik, die an den Erfordernissen der Wälder und an den Nöten der Menschen, die sie pflegen, ausgerichtet ist. Anstatt sie durch immer neue überzogene Vorgaben zu gängeln und damit im Glauben an die europäische Idee zu erschüttern, muss Brüssel ihnen endlich Vertrauen entgegenbringen. Eine Politik, die sich am Grundsatz der Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit orientiert. Nur mit den Waldbesitzern und nicht gegen sie sichern wir klimastabile, zukunftsfähige Wälder im Interesse der gesamten Gesellschaft. Es ist Zeit für einen Kurswechsel!

 

Jetzt ist es notwendig, dass wir alle eine klare Botschaft nach Brüssel senden! Unterstützen Sie die Petition für eine selbstbestimmte Waldbewirtschaftung in den Regionen: https://www.openpetition.eu/

Quelle: Bayerischer Waldbesitzerverband